Václav Živec, Jan Slavík, Denkmal des Legionärs Josef Jonáš, 1928

29. 6.-17. 9. 2017

Kurator Marcel Fišer

Unweit von Beroun befindet sich das Hegerhaus, in dem der Legionär Josef Jonáš seine Kindheit verbrachte. Im Jahr 1928 wurde diesem hier ein originelles Denkmal gesetzt, dessen Autoren Václav Živec (1893 -1982), der Begründer der tschechischen Kunsterziehung, und der Architekt
Jan Slavík (1903 -1949) waren. Heute sind diese fast ebenso vergessen wie jenes Denkmal, das zu Beginn des Krieges liquidiert wurde. Seine originelle Konzeption steht der Architektur des tschechischen Funktionalismus nahe, zu dem sich der junge Architekt hier erstmals bekannte. Der Standort mit der schönen Aussicht erlaubte es ihm, das Denkmal als Fahnenmast zu konzipieren, der die Vertikale des Betonsockel verlängert. An seiner Spitze befand sich eine realistisch konzipierte Büste von Václav Živec. Deren schwarze Patina, die mit der Farbe der Mastkonstruktion korrespondierte, stand in einem effektvollen Gegensatz zu der Scheibe aus roten Rubinglas, die die Komposition vollendete. Dieses Motiv entstammte dem Bereich der avantgardistischen Typografie, zu der beide Künstler eine enge Beziehung hatten, etwa den Buchumschlägen Karel Teiges. Der Mast mit der tschechoslowakischen Flagge verlieh dem Denkmal nicht nur einen feierlichen Charakter, sondern brachte inhaltlich auch die Position der tschechoslowakischen Legionen zum Ausdruck, die als einer der Pfeiler der Ersten Tschechoslowakischen Republik wahrgenommen wurden, und auf der formalen Seite verwies er wiederum auf die Ästhetik des Funktionalismus.

Václav Živec, Jan Slavík, Denkmal des Legionärs Josef Jonáš, 1928 -
 
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