Thomas Theodor Heine, Květinový den, 1912

Opus magnum

26. 6.– 5. 10. 2014

Kurator: Tomáš Winter

Das Bild Ein Blumentag wurde im Jahr 1912 von dem deutschen satirischen Zeichner und Maler Thomas Theodor Heine (1867–1948) geschaffen. Bis zum Jahr 2011, als es von der Nationalgalerie in Prag erworben wurde, galt das Werk als verschollen. Es verweist auf die Tradition der Blumentage, die in vielen Städten in Deutschland in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stattfanden. Während der Festlichkeit verkauften Bürgermädchen auf den Straßen künstliche Blumen. Der Erlös war für wohltätige Zwecke bestimmt, sehr häufig für die Unterstützung der Betreuung von Kindern in den Krankenhäusern und Säuglingsheimen. Trotz der edlen Ziele rief dieses Unternehmen negative Reaktionen hervor, unter anderem wegen der angeblichen moralischen Gefährdung der Mädchen, die die Blumen zum Kauf anboten. Heine reagierte darauf in eigenartiger Weise. Er stellte die Mädchen nackt dar und stilisierte sie zu modernen Prostituierten. Ihre Freier vertreten verschiedene soziale Gruppen: Auf der Leinwand erkennen wir die Gestalt eines älteren Bürgers, eines Offiziers der deutschen Armee und eines Studenten. Das sitzende Mädchen mit Blumenstrauß im Vordergrund ist dabei offensichtlich ein bewusster Verweis des Künstlers auf Manets Frühstück im Grase – als wollte Heine seinem Bild noch eine weitere inhaltliche Ebene geben: eine eigene Interpretation jenes berühmten Werks.

Thomas Theodor Heine, Květinový den, 1912 -
   

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